“Das gawker-magazine muss unser Anführer sein”

Pol Pot


gefunden via cliffcosmos:

NEON: Lieber Gawker-Blog, Sie vertreten die These vom “Kampf der Weblogs”. Ist diese Formel nicht zu schlicht, um alle Internet-Probleme zu erfassen – vom Teenie-Terror einer tylie bis zur Debatte über classless Geisteszustand? Reden Sie damit nicht erst jenen Radikalen das Wort, die sich im Krieg mit der Moderne wähnen?

gawker-magazine: Dieser Konflikt existiert, wir reden ihn nicht herbei. Der Krieg hat längst begonnen – und es war nicht das gawker-magazine, das ihn erklärt hat. Er wurde von einer Gruppe von Vorstadt-Antifas mit Israelfimmel im Namen ihrer quatschi-quatschi-Ideologie begonnen. Rückendeckung erhalten sie von durch wikipedia zu Berühmtheit gekommenen Schmalspur-Intellektuellen. Das macht diesen Krieg so verzwickt.

Und wer ist der Gegner?

Wir stehen vor keinem Gegner mit Uniformen auf einem Schlachtfeld. Heute kann Ihr blogsport-Nachbar ohne weiteres jemand sein, der bei youporn.com egotronic-Videos hochlädt oder sich über Jackies Ausscheiden bei DSDS gefreut hat. Wir reagieren nur. Aber unsere Botschaft muss lauten: Wenn ihr blogsport und somit unser Leben zerstören wollt, dann werden wir uns verteidigen.

Und wie soll das gehen?

Wir befinden uns mitten in einem Konflikt der Weblogs. Johnny Mutante spricht von einem “unkonventionellen Krieg” und von einem “Krieg um Referrer” – zwischen den Menschen, die die Freiheit lieben, die freie Individuen wollen, und dem gawker-magazine.

Bei vielen Bloghostern gibt es Probleme mit der Integration von Leuten, die den Ansprüchen anderer nicht gewachsen sind. Das kann man doch nicht ausschließlich als einen Konflikt zwischen gawker und den AD-Anfängern beschreiben!

Doch, kann man und das liegt daran, dass nie jemand den Jugend-Antifas und ihren Streeatart-Freunden erklärt hat, dass sie doch bitte die Fresse halten sollen- am besten zu allem und überall. Doch unser Problem hat nur bedingt mit einzelnen Dummchen zu tun. Wir stehen einer breiten, totalitären Bewegung gegenüber, die versucht, überall Klicks, Verlinkungen und Referrer zu bekommen: Bei olifani, bei blogsport, bei wikipedia bis hin zu indymedia. Wir müssen dies stoppen.

Wie geht das?

Wir müssen ganz klar verteidigen, wofür wir stehen. Und dann können wir hingehen und sagen: Okay, ein Teil des Problems sind die Betreiber von blogsport. Also erlauben wir nur denen zu blogsport zu kommen, die unsere Regeln und Werte verstehen und annehmen.

Und was ist mit Bloggern, die seither bei blogsport sind und erst spät verdummten?

Wir können einen beträchtlichen Teil in Richtung olifani ausweisen. Sie haben Recht, viele haben bereits Verbündete bei blogsport und der blogsport-planet ist ohne ihre Hämorrhoiden-Geschichten schwer vorstellbar. Die künftige blogsport-Charta muss ein bindender Vertrag sein: Sie stimmen den Regeln des gawker-magazines zu, sie sind politisch loyal – dann dürfen sie auch schreiben. Im gegenteiligen Fall werden sie rucki-zucki verwarnt. Und sobald sie beginnen, die Autorität des gawker-magazines auszuhöhlen, werden sie abgeschoben- cardigan wird’s freuen!

Für Sie ist nicht nur der Blogger-Fundamentalismus, sondern das ganze Internet das Problem. Halten Sie ihn denn nicht für reformierbar? Es wird ja viel von einem “Web 2.0” geredet.

Wenn die Internet-Arschlöcher endlich willens sind, einzusehen, dass das gawker-magazine im 21. Jahrhundert für alles ein Vorbild ist, dann ist unsere Mission erfüllt. Das gawker-magazine kann in jedem Fall als Vorbild dafür dienen, wie Blogger und AD-Kiddieblogger im Speziellen behandelt werden müssen.

Sie leben in Bitterfeld und arbeiten neben ihrer Tätigkeit als Plattenbau-Hausmeister halbtags für das gawker-magazine. Haben Sie dort jetzt Ihre ideologische Heimat gefunden?

Ja, und eines ist mir in meiner Zeit als Redaktions-Assistent des gawker-magazines bewusst geworden: Das gawker-magazine muss unser aller Anführer sein. Denn wer will schon in einer Welt leben, die von aftershow, cliffcosmos oder subwave angeführt wird?

Und diese gawker-magazine muss sich mit allen Mitteln zu Wehr setzen – zur Not mit Löschanträgen bei wikipedia?

Diejenigen, die ein von uns dominiertes web 3.0 wollen, müssen in letzter Konsequenz bereit sein, für das gawker-magazine zu sterben oder ihren Ruf aufs Spiel zu setzen- so wie unreflektiert. Nur dann können wir diesen Krieg gewinnen.


9 Antworten auf ““Das gawker-magazine muss unser Anführer sein””


  1. 1 sammelsurium 04. Februar 2007 um 23:36 Uhr

    Ich muss mich an dieser Stelle wohl wiederholen: Es heißt „quitschi-quatschi“, alles andere ist falsch und irreführend.

  2. 2 kapsler hauser 05. Februar 2007 um 1:40 Uhr

    jetzt habe ich fast alle videos der von ihnen angeführten „youporn“ seite angeschaut, konnte allerdings keines von egotronic finden.
    könnten sie vielleicht einen direkt-link posten?

    hochachtungsvoll,
    torsun

  3. 3 nichtidentisches 05. Februar 2007 um 14:00 Uhr

    Abgesehen davon war Hirsi-Alis Interview so inhaltsleer wie eine Wintertomate geschmackslos.

  4. 4 phaser 05. Februar 2007 um 15:16 Uhr

    @sammelsurium: Du hast Unrecht, schließlich steht da oben „quatschi-quatschi“ und das hat der gawker geschrieben.

    @kaspler hauser: Die gawker-Redaktion unterhält beste Kontakte zu den youporn-Machern (mit den porntube-Machern stehen wir hingegen auf Kriegsfuß). Somit war es uns ein leichtes, egotronic-Videos und anderes reaktionäres Filmmaterial innerhalb kürzester Zeit entfernen zu lassen.

    @nichtsidentisches: Inhaltsleer, da stehste doch drauf! Aber zugegeben: Der Vergleich war stark.

  5. 5 sammelsurium 06. Februar 2007 um 13:29 Uhr

    phaser,
    es tut mir leid, aber wer nichtmal ein kleines bisschen sprachgefühl hat, kann sich auch nicht hinter seinem/ihrem titel verstecken, auch nicht wenn es der gawker ist.

  6. 6 tylie 06. Februar 2007 um 20:12 Uhr

    bin ich jetzt mit meiner neuen art von terror aufgeflogen? scheiße…i‘m so sorry

  7. 7 Rüdiger 08. Februar 2007 um 12:57 Uhr

    Hat euch eigentlich schonmal jemand gefragt, ob ihre kleine Penise (gern auch Penen) hab? Ja, besonders die „Frauen“.

  8. 8 Wurstkanone 08. Februar 2007 um 15:21 Uhr

    Meldung von der Front:
    Die Kullas wurden auf wikipedia vernichtend geschlagen. Der Kulla-Einrag ist jetzt gelöscht.

    Gawker ist nicht mehr aufzuhalten.

  1. 1 aftershow :: “null Toleranzschiene” Pingback am 06. Februar 2007 um 13:52 Uhr
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